Wirtschaft zum Schlachthof in VS-Villingen


Schlachthausstr. 11
78050 VS-Villingen
fon 0 77 21-87 87 935

Wirtschaft zum Schlachthof in neuem Glanz

Traditionsreiche Speisegaststätte eröffnet wieder -
Zweijährige aufwändige Sanierung abgeschlossen

Drei Jahre ist es her, dass das traditionsreiche Hotel zum Schlachthof seine Pforten schloss. Die damaligen Betreiber der beliebten Speisegaststätte, Hans C. Lennartz und seine Frau Christa, hatten nach vielen Jahren altersbedingt diesen für sie schweren Entschluss gefasst. Und in Klaus Käfer und Gabriele Karcher Käufer für ihr großes Haus gefunden.

"Das war für uns keine Frage, als wir die Möglichkeit geboten bekamen. Es war und ist ein Traumhaus, idyllische Lage an der Brigach, nahe zur Innenstadt mit vielen Möglichkeiten", erinnert sich Gabriele Karcher an diese Zeit. Dass eine Menge Arbeit auf sie zukommen würde, war den beiden von Anfang an klar. Nicht jedoch das, was schließlich nach zweieinhalb Jahren Bautätigkeit dabei herauskam. "Ich hatte so eine vage Idee, hier Räume für Veranstaltungen zu vermieten. Die Entscheidung, die Tradition der Familie Lennartz hinsichtlich der Wirtschaft fortzuführen, fiel jedoch erst Mitte letzten Jahres", verdeutlicht Klaus Käfer die Tatsache, dass hier in Zukunft wieder eine Speisegaststätte die Gastronomieszene der Stadt bereichern wird. Doch der Weg dahin war alles andere als einfach. Manchmal, so schränkt Gabriele Karcher ein, sei der Traum fast zu einem Albtraum geworden.

Jede freie Minute steckten die beiden in ihr "Traumhaus", vieles wurde in Eigenarbeit saniert und restauriert, angefangen vom komplett neuen Dach über die ursprünglichen Hotelzimmer, die zu kleinen Wohnungen umgebaut wurden, bis hin zu den alten Tischen der Wirtschaft, die teils aufwändig restauriert wurden. Und hierbei vergisst Klaus Käfer nicht die Nachbarschaft zu erwähnen, die immer mit großem Interesse verfolgt habe, was im und am Haus passierte. "Da gab es viel Toleranz, wenn es laut zuging oder sonntags mal gesägt wurde", erinnert er sich. Im September letzten Jahres zogen die beiden schließlich mit ihren Kindern selbst ins Haus, dessen mittleres Geschoss sie zu einer Wohnung ausgebaut haben.

Im November dann ging es an den alten Gaststätten- und Küchentrakt. Anhand alter Fotos und Postkarten entschied man sich für eine Renovierung, die den ursprünglichen Charakter des Hauses, das erstmals im Jahr 1908 seine Pforten öffnete, wieder herstellen sollte. So wurde der alte Eingang zur Schlachthofstraße, der lange nicht mehr genutzt worden war, erneuert und ist nun der Hauptzugang zur Wirtschaft. Innen wurde so viel wie möglich im alten Stil hergerichtet. "Wir haben die Fenster restauriert und belassen wie sie waren, ebenso die Heizkörper sowie einen Teil des Holzbodens, den wir aufwändig gerichtet haben", erzählt Gabriele Karcher. Die ehemaligen Faltwände, mit denen man den Gastraum in drei Teile trennen konnte, wurden entfernt und dafür eine große Flügelklapptüre installiert, die zwei getrennt nutzbare Räume ermöglicht. "Solch eine Türe gab es auch schon Anfang des letzten Jahrhunderts, die wollten wir wieder in diesem Stil haben", so Käfer. Nebeneffekt dieser Maßnahme ist, dass man nun einen separaten Nichtraucherbereich hat, der für Familienfeiern und Jubiläen jedoch auch geöffnet und zu einem großen Raum erweitert werden kann.

Doch was macht eine Speisegaststätte aus? Die Küche. Und hier hat man, davon ist Klaus Käfer überzeugt, personell einen absoluten Fachmann gefunden. Dietmar Weiss war zehn Jahre lang als Chefkoch im Kapuzinerhof tätig und wird künftig die Gäste mit deutscher Küche und regionalen Spezialitäten verwöhnen. Am morgigen Sonntag kann man zwischen 11.30 Uhr und Mitternacht erstmals ganz offiziell das Ambiente der "Wirtschaft zum Schlachthof" genießen.

Von Uwe Spille

Südkurier, 23.09.2006

>zurück<

 

>zurück<

 

 


Die Sanierung dauerte zwei Jahre und war aufwändig. Der alte Charme der Traditionsgastwirtschaft
wurde erhalten.

 


Klaus Käfer und Gabriele Karcher freuen sich über die Eröffnung ihres Traumhauses, der "Wirtschaft zum Schlachthof".